Sonntag, 07. März 2021
Home > Aktuell > Berlin: Wie erkennt man Spielsucht?

Berlin: Wie erkennt man Spielsucht?

Würfel in Las Vegas

Von Gesina Kunkel

Durch die zunehmende Verbreitung der Online Casinos in Deutschland ist es für anfällige Spieler leichter, in Versuchung zu geraten. Wie folgende Quelle zeigt, gibt es etliche Optionen, um eine digitale Spielbank zu finden, in der man mit wenigen Mausklicks ins Vergnügen starten kann.

Mittlerweile wurde analysiert, dass eine Situation wie die Corona-Krise die Wahrscheinlichkeit begünstigt, an einer Spielsucht zu leiden. Es ist sehr schwer, den Ausstieg aus der Sucht zu schaffen – wie bei jeder Sucht. Doch im ersten Schritt ist es wichtig, die Spielsucht zu erkennen und zwischen gelegentlichem, normalem Spielen und einer Sucht zu unterscheiden.

Verzockt? Die Anzeichen einer Spielsucht

Tatsächlich steigt in der Corona-Krise die Gefahr, durch den Lockdown und durch lange Zeiten in den eigenen vier Wänden, eine Spielsucht zu entwickeln. Es gibt natürlich auch Möglichkeiten, den Lockdown kreativ zu nutzen und sich nicht so stark auf das Zocken am Computer oder im Internet einzulassen. Tatsächlich wurde schon bei Kindern und Jugendlichen erkannt, dass die Zeiten, die zum Spielen genutzt werden, durch Corona dramatisch zunahmen. Das ist bei Erwachsenen nicht anders und

Nicht immer ist es so offensichtlich, dass eine Spielsucht vorhanden ist, wie beim nächtlichen Spielen, während der Partner schon im Bett ist und wo in den Nächten gezockt wird, bis die Nacht vorbei oder das Geld aufgebraucht ist. Schulden sind natürlich ebenfalls ein sehr klares Anzeichen für eine Spielsucht, wenn Geld zum Spielen geliehen wird. Oder wenn das Geld nicht mehr für andere Anschaffungen reicht, weil für das Spiel viel ausgegeben wird. Wenn über Stunden hinweg gespielt, gewettet oder schlicht am Computer gezockt wird, handelt es sich ebenfalls um ein deutliches Anzeichen.

Wie wichtig ist das Spielen in Gedanken? Nimmt die Menge an Gedanken zu, die sich rund um das Spielen drehen? In solchen Fällen ist in jedem Fall Vorsicht geboten. Wer mehr als 5 Stunden täglich spielt (egal was) sollte sich Gedanken machen.

Die Gefahr der Spielsucht für Betroffene

Viele Betroffene brauchen eine Weile, um die Gefahr des Zockens zu erkennen oder festzustellen, dass sie sich verzockt haben. Es gehen verschiedene Gefahren, die sich nicht nur auf den eigenen Geldbeutel oder eben auf den Kontostand beziehen. Die Sucht führt schnell zur Isolation, die durch die Corona-Krise leider auch nicht so schnell erkannt wird, wie es in normalen Zeiten der Fall wäre. Die Möglichkeit, sich vom Spielen abzulenken ist ebenfalls nur bis zu einem gewissen Punkt vorhanden. Neben der sozialen Isolation drohen hier auch die körperliche Vernachlässigung und die Psyche nimmt hier ebenfalls Schaden.

Wenn das Schlafen bereits schwer fällt, weil der Drang zu Spielen und es wieder zu versuchen so groß wird, dann ist es höchste Zeit zu handeln. Manchmal wird vor dem Schlafen noch gespielt und dann ist es vielleicht schon mitten in der Nacht, weil die Zeit über das Spielen vollkommen vergessen wurde. Wer sich bei einem solchen Verhalten ertappt, wird sicherlich auch beim Arbeiten, in der Schule oder beim Studieren nicht mehr leistungsfähig sein.

Hilfe und Beratung gegen Spielsucht

Die Frage, ob man sich selbst aus der Spielsucht befreien kann, taucht natürlich bei Betroffenen sehr oft auf. Im ersten Schritt geht es darum, die Spielsucht zu erkennen und zu sehen, dass eine solche schon vorhanden ist. Oder zumindest die Gefahr droht, wenn es so weitergeht. Der erste Schritt ist in jedem Alter die Suche nach einem Gespräch, nach Unterstützung bei diesem Problem.

Ausgesetzte Therapien können bei einer schon vorhandenen Spielsucht ebenfalls mit hineinspielen und die Probleme verschärfen. Es muss allerdings nicht immer die Beratung sein, wenn eine Besserung gewünscht wird. Hilfe kann auch in Form von blockierten Seiten auf dem Computer erfolgen. Ablenkung in anderer Form, die nichts mit dem Spielen zu tun hat, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit. Alleine kann es schwerfallen, sich einer Sucht zu stellen. Selbst wenn diese einmal erkannt wurde.

Schon jetzt ist abzusehen, dass die Corona-Krise in jedem Alter zu einer stärkeren Neigung oder Ausprägung von einer Sucht führen kann. Psychische Krankheiten wie Depressionen treten ebenfalls durch die Isolation und die zunehmende Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft stärker auf. Dabei handelt es sich in jedem Fall um eine besorgniserregende Entwicklung, die näher zu beachten ist. Auf der Suche nach Beschäftigung und Ablenkung ist das Spielen in jedem Fall sehr beliebt. Spielsucht wird daher sehr wahrscheinlich zunehmen und kann dann zu zusätzlichen Problemen führen. Ein offenes Gespräch und die ehrliche Suche nach Hilfe kann hier schon viel bewirken.

Eine weitere Option könnte aber auch ein Beratungstermin per Skype sein. Denn manchmal reicht es einfach nicht mehr, nur die Familie oder Freunde um Hilfe zu bitten. Oder es ist niemand da, der die erforderliche Unterstützung bieten könnte. Für solche Fälle ist es in jedem Fall besser, einen professionellen Beratungstermin in Anspruch zu nehmen. Die Termine werden dabei auch Online vergeben und können in digitaler Form bei vielen Anbietern durchgeführt werden.

Angehörige leiden mit Betroffenen mit – wie erkennen sie die Spielsucht?

Für Betroffene ist die Spielsucht eine echte Qual, die das Leben stark beeinflusst und langfristig zu Problemen führt. Doch wie ist es für Angehörige, die scheinbar hilflos danebenstehen und kaum eingreifen können, bis die Betroffenen selbst beschließen, dass etwas unternommen werden muss. Das macht es gerade für die Familie oder für Freunde noch schwerer, als es ohnehin schon ist.

Gut erkennbar ist eine sich anbahnende oder vorhandene Spielsucht schon, wenn das Geld immer knapp ist. Und wenn sehr viel Zeit mit dem Spielen verbracht wird – vielleicht sogar heimlich, damit die anderen nichts mitbekommen. Eventuell kann es hier sinnvoll sein, sich erst professionelle Hilfe zu suchen, bevor ein Gespräch angegangen wird. Schließlich ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Widerstand vorhanden, wenn es um eine mögliche Sucht geht.

Nicht immer zocken Betroffene in Online Casinos, heute ist das per App auch teilweise an der Börse der Fall. Eine Sucht wird es auch hier. Und natürlich ist auch eine Spielsucht ganz ohne das Zocken um Geld möglich. Das vielleicht beste Beispiele sind hier Jugendliche, die völlig in ihren Computerspielen versinken und über viele Stunden hinweg nicht mehr daraus auftauchen. Natürlich betrifft das Spielen am Computer nicht nur Jugendliche. Fest steht, dass Online Casinos sehr beliebt sind und insgesamt durch die starke Anonymität beim Spielen die Gefahr steigern, in eine Spielsucht zu rutschen.