Montag, 10. Dezember 2018
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Bildschirmsehen beeinträchtigt kognitive Entwicklung von Kindern

Kind vor TV-Gerät

Aus Kanada kommt eine Warnmeldung, die alle Eltern aufhorchen lässt. Kinder, die mehr als zwei Stunden am Tag vor Bildschirmen verbringen, büßen an geistiger Beweglichkeit ein. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie kanadischer Wissenschafter mit 4.520 Kindern zwischen acht und elf Jahren aus 20 Städten in den USA hervor.

Der Bericht wurde von Forschern des Cheo-Instituts, der Universität von Ottawa und der Carleton-Universität verfasst und erschien in der britischen Fachzeitschrift Lancet Child and Adolescent Health. Für die große Studie wurden die Familien zu den Lebensgewohnheiten ihres Nachwuchses befragt, insbesondere zur Nutzung von Handys, Computern und Fernsehern.

„Kognitive Entwicklung“ beeinträchtigt

Anschließend wurden die Kinder Tests unter anderem in den Bereichen Sprache, Erinnerungsvermögen, Reaktionsfähigkeit und Konzentration unterzogen. Dabei habe sich gezeigt, dass die „kognitive Entwicklung“ schon ab zwei Stunden vor einem Bildschirm beeinträchtigt werde, berichtete der Wissenschafter Jeremy Walsh vom Cheo-Institut.

Kanadische Experten empfehlen schon länger, dass Kinder maximal zwei Stunden pro Tag vor dem Bildschirm verbringen sollten. Im Schnitt verbrachten die für die Studie untersuchten Kinder aber sogar 3,6 Stunden mit Handys, Computern und Fernsehern.
Schlaf und Bewegung

Ebenso stark wirkte sich der Studie zufolge mangelnder Schlaf auf die geistigen Fähigkeiten der Kinder aus. Fachleute legen nahe, dass Kinder bis zu elf Stunden Schlaf benötigen. Experten empfehlen überdies eine Stunde Bewegung am Tag zur Stärkung der intellektuellen Fitness.

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