Dienstag, 21. Juli 2026
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Clemens Pig: Welt ohne Wahrheit

Clemens Pig: Welt ohne Wahrheit

Demokratie verteidigen in der neuen Welt- und Kommunikationsordnung. Eine fundierte Analyse unserer Informationsgesellschaft in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Fake News. — Was Europa zur Verteidigung der demokratische Informationsordnung jetzt tun muss. — Wie wir als Mediennutzer*innen zur neuen fünften Säule der Demokratie werden können.

Autokraten, Tech-Populisten, Algorithmen, Fake News, KI-Bots: Wie können wir unsere Demokratie
in einer Informationswelt, in der Wahrheit oft nur noch eine Behauptung ist, verteidigen? Dieses
Buch nimmt Sie mit auf eine Expedition durch die neue Welt- und Kommunikationsordnung und
zeigt, was jetzt zählt: klare Regeln für soziale Netzwerke –und europäische Medien, die im
Digitalen zu verlässlichen Orientierungspunkten werden. Mit technologischer Innovation, digitaler
Souveränität und strategischen Demokratie-Allianzen.


Clemens Pig, CEO der Austria Presse Agentur, setzt im zweiten Teil seiner Buchreihe „Democracy
Dies in Darkness“ dort an, wo es unheimlich und gefährlich wird: bei unkontrollierten KI-Technologien, die Stimmen imitieren, Wirklichkeit verbiegen und Debatten in Sekunden kippen lassen. In Welt ohne Wahrheit entwirft er eine europäische demokratische Informationsordnung, in der die Nutzer*innen die neue fünfte Säule der Demokratie bilden. Ein Gegenentwurf zur algorithmisch gesteuerten globalen Kommunikationsordnung, in der Aufmerksamkeit die Währung ist und Wahrheit oft zu spät kommt.

Mit Interview-Beiträgen von:

  • Maria Ressa (Friedensnobelpreisträgerin für Pressefreiheit),
  • Jeff Jarvis (Journalismusforscher),
  • Carlo Masala (Sicherheitsexperte),
  • Maria Scholl (Chefredakteurin APA),
  • Martin Andree (Medienwissenschaftler) und
  • Dmitry Shishkin (Medienmanager).

Der Autor:

Clemens Pig ist geschäftsführender Vorstand der APA – Austria Presse Agentur und Präsident des ÖGV – Österreichischer Genossenschaftsverband. Er ist Autor von „Democracy Dies in Darkness“ und zahlreichen Beiträgen zu Medien und Nachrichtenagenturen. Zu seinen unternehmerischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen Medien- und Innovationsmanagement, Plattform- und Digital-Ökonomie sowie internationale politische Kommunikation. So war er u.a. Mitbegründer die MediaWatch – Institut für Medienanalysen GmbH.
Im Juni 2026 wurde er vom Stiftungsrat zum Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks (ORF) ab Jänner 2027 bestellt. Mit seinem neuen Buch wird er zum wohl kompetentesten Ansprechpartner für eine neue Medienpolitik im deutschsprachigen Raum.


Literaturinformation:

Clemens Pig: Welt ohne Wahrheit

Demokratie verteidigen in der neuen Welt
und Kommunikationsordnun
g

ISBN 978-3-7106-0962-6
25,– € – BESTELL-LINK
Format 14 × 21,5 cm, 216 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag

www.brandstaetterverlag.com


Die fünfte Säule der Demokratie

Die Grundidee der Fünften Säule der Demokratie ist die wohl bedeutendste Anregung dieses Buches. Clemens Pig liefert dabei einen strategischen Ausweg aus dem Komplexitätschaos der heutigen Medien und Internetmedien. In seinem Bewerbungskonzept für den ORF formulierte er den zentralen Ansatz: „Die Redaktion muss in die demokratische Mitte, weil der ORF für das ganze Land arbeitet. Die redaktionell-programmliche Legitimation verlangt eine neue Präzision im Begriff der Mitte. Gemeint ist eine Methode: faktenbasiert, quellenstark, plural, sauber im Wording, frei von aktivistischer Schlagseite, kritisch gegenüber allen Machtzentren und offen für die Wirklichkeit unterschiedlicher Lebenswelten.“

Mit seinem Konzept von der „Öffentlichkeit als 5. Säule der Demokratie“ hat er in seinem Buch den zentralen Reformansatz für die Demokratie beschrieben. Sein „Reform-Playbook“ für den ORF ist zugleich der stärkste Vorschlag für eine Reform der öffentlich-rechtlichen Medien.
Es ist ein wichtiges Buch, das Wege und tragfähige Auswege für die Medienregulierung in allen europäischen Demokratien aufzeigt.


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*) „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“ (Böckenförde, 1964/1967). „Eine offene, inklusiv öffentliche Medienlandschaft hilft, eben diese Voraussetzungen alltäglich in Frage zu stellen und immer wieder zu erneuern!“ (Michael Springer, 2026).