Dienstag, 19. März 2019
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Über 4.051 Bebauungsplanverfahren in Berlin

Übersicht über Bebauungsplanverfahren

Baupolitik und Wohnungsbaupolitik stehen täglich im Zentrum des Interesses. Wohnungsnot und steigende Mieten zeigen die Dringlichkeiten auf. In der Medienlandschaft ist der Blick auf aktuelle Nachrichten fokussiert. Gleichzeitig sind viele wichtige Übersichtsinformationen im Internet zu finden, oder auf dem Berliner Stadtportal. Doch nur Eingeweihte und Fachleute finden sich hier schnell durch, weil man ohne Fachwissen und Vorwissen über die „Suchbegriffe“ nur schwer zu den Informationsangeboten vordringen kann.

In einer neuen Beitragsreihe wird versucht, wichtige Teilaspekte und Sachgebiete vorzustellen, die die Arbeit des Berliner Senats und der Berliner Verwaltung und der Bezirksämter in den Blickpunkt rücken und einen Eindruck von der Entwicklungsdynamik in Berlin verschaffen.

Wußten Sie schon, dass aktuell über 4.051 Bebauungsplanverfahren in Berlin bearbeitet werden?

Bebauungsplanverfahren – die Übersicht

Der Berliner Senat hat seine Baupolitik grundlegend gegenüber früheren Regierungskonstellationen verändert. Es wird mehr Wert auf Beteiligung gelegt. Die bisherige Praxis der repräsentativen Demokratie wird um partizipative Formate ergänzt. Dies ist auch eine politische Konsequenz, weil die Verdichtung und Nachverdichtung der Stadt viele Genehmigungshürden nehmen muß, die mit der benachbarten Bebauung, mit Verkehr, Umwelt und sozialer Infrastruktur zu tun haben. Das Motto der Bausenatorin kennzeichnet den Weg:

Gemeinsam die Stadt gestalten: Bebauungspläne und Ihre Beteiligungsmöglichkeiten

Zitat: „Ob eine neue Wohnanlage, ein Bürokomplex oder Gewerbegebiet, Straßen, Parks oder ein Spielplatz – Berlin ist stets im Wandel. Dabei lebt die Stadt von den Menschen, die sie mitgestalten, die ihre kreativen Ideen einbringen oder berechtigte Einwände erheben.

Als wichtigstes planerisches Instrument der städtebaulichen Entwicklung fungiert die Bauleitplanung, die im Baugesetzbuch (BauGB) umfassend geregelt ist – eine historische Errungenschaft, da hierdurch in einem festgelegten Verfahren die verschiedenen Interessen Berücksichtigung finden und Rechtssicherheit geschaffen wird.

Wann immer etwas Neues entsteht oder Bestehendes erhalten bleiben soll und dafür die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich ist, haben Sie als Bürgerinnen und Bürger breite Mitwirkungsrechte. Es ist Aufgabe der Bezirke sowie der Senatsverwaltung, die Nutzung von Grundstücken festzulegen. Beide nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, indem sie als Vermittler der verschiedenen Interessen agieren.“

Mit der Übersichtskarte über die Bebauungspläne gibt es nun auch einen Gradmesser, in welchen Berliner Bezirken sich Bauaktivitäten besonders konzentrieren:

440 – Spandau
395 – Charlottenburg-Wilmersdorf
359 – Reinickendorf
448 – Steglitz-Zehlendorf
519 – Berlin-Mitte
178 – Pankow
235 – Friedrichshain-Kreuzberg
231 – Lichtenberg
212 – Marzahn-Hellersdorf
471 – Tempelhof-Schöneberg
359 – Neukölln
204 – Treptow-Köpenick

Die Grundinformation, wie ein Bebauungsplan zu lesen ist, wird anhand eines Musters erläutert. Das Kartenwerk der Bebauungspläne im Geoportal FIS Broker ist ebenso frei zugänglich.

Die Fachbereiche „Stadtplanung“ der Berliner Bezirke haben derzeit sehr viel zu tun. Der größte Engpaß besteht inzwischen beim Personal. Eine Verstärkung der mit Baugenehmigungen befassten Abteilungen ist derzeit ganz Oben auf der Agenda.

Fortsetzung folgt

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