Dienstag, 27. September 2022
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Kriminellen Betreuern auf der Spur

Barbara Erbe atmet auf. Nach Jahren schaffte sie sich von ihrem Betreuer zu lösen

Mehr als jeder 80. Mensch in Deutschland – 1,3 Millionen – stehen unter rechtlicher Betreuung. Wenn man mit dem Leben nicht mehr alleine klar kommt, sei es aus gesundheitlichen Gründen, oder aufgrund eingeschränkter körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit, dann stellt das Gericht ihnen einen rechtlichen Betreuer oder eine Betreuerin zur Seite. Sie regeln dann die Finanzen, vertreten den Anvertrauten bei Behörden, Organisationen und Pflegeeinrichtungen. Sie dürfen sogar Einwilligung für ärztliche Behandlungen an seiner/ihrer statt geben.

Das Gesetzt sieht vor, dass die Wünsche des/der Betreuten für den Betreuer maßgeblich sind.

Sieht so auch die Realität aus? Nicht immer richten sich die Handlungen der Betreuerperson an dem Wohl der Hilfsbedürftigen. Peter Wimmer erzählt: „Der Betreuer hat mein Leben zerstört“. Sein ganzes Hab und Gut passt heute in zwei Sporttaschen. Seine Kleidung, seine Möbel, sämtliche persönlichen Gegenstände hat sein ehemaliger Betreuer verkauft.

Kontrolliert werden Betreuer von Rechtspflegern. Doch die sind heillos überlastet. Bundesweit fehlen laut dem Bund deutscher Rechtspfleger mindestens 1.000 Stellen. Die Misere: Solange dort eine anhaltende Überlastungssituation nicht behoben wird, drohen Fehler oder gar kriminelle Machenschaften übersehen zu werden.

Der Dokumentarfilm von Julia Grantner und Robert Grantner befasst sich mit diesem Problem. Der Film ist bereits am Vortag seiner Ausstrahlung in der ZDFmediathek verfügbar.


Mittwoch, 24. August 2022, 22.45 Uhr
ZDFzoom-Doku: „Täter statt Wohltäter – Kriminellen Betreuern auf der Spur“

zoom.zdf.de